Lokomotiven

 

 

 

Baureihe E 11 / 211

        

Allgemeines:

Als die Elektrifizierung der Reichsbahnstrecken vor allem im Mitteldeutschen Raum in den 1960 -ziger Jahren voran schritt, war schnell klar das dieses Vorhaben mit den vorhandenen Altbau Lokomotiven nicht zu realisieren ist. Die damaligen Baureihen E 04, E 18, E 44, E 77, E 94 und E 95 waren zudem auch nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik. Somit bekam das LEW Hennigsdorf den Auftrag zur Entwicklung einer neuen vier achsigen Elektrolokomotive für den Reise und Güterzugverkehr. Unter der Baureihenbezeichnung E 11 für Reisezüge und E 42 für Güterzüge wurden zwei neue Maschinen erbaut. Die E 11 001 wurde am 19.01.1961 in Dienst gestellt. Die E 42 001 am 11.04.1963. Beide Maschinen waren im Bahnbetriebswerk Halle/Saale P stationiert. Den beiden ersten Exemplaren folgten alsbald weitere. Einige davon wurden auch im Bahnbetriebswerk Leipzig Hbf. West beheimatet. Mit der Errichtung der ersten Leipziger S-Bahn Linie, kamen diese Lokomotiven in den Stadtschnellbahneinsatz. Schnell stellte sich im alltäglichen Einsatz heraus, daß durch das häufige Anfahren und schnelle Abbremsen der Züge die Maschinen an ihrer Leistungsgrenze ankamen. Fahrmotoren und Haupttransformatoren erreichten sehr oft ihre Grenztemperatur. Ebenfalls kam es zu einen sehr hohen Verschleiß der Bremssohlen. Dieses Manko konnte erst durch die Ablösung mit der Baureihe 243 gelöst werden. Als Ad-hoc Maßnahme wurden die S-Bahnzüge zum Winterfahrplan 1969/1970 von fünf auf vier Wagen reduziert. Das wiederum brachte im Berufsverkehr überfüllte Züge und verärgerte Fahrgäste. Durch das bessere Anfahrverhalten der E 42 wurde diese später vorrangig im S-Bahn Dienst eingesetzt. Speziell für den Einsatz bei der S-Bahn erhielten die E 11 032, 035 und 036 einen blauen Lokkasten sowie einen oberen und unteren gelben Zierstreifen. Damit passten die Lokomotiven zum Farbkleid der Lowa E5 Wagen sehr gut. Allerdings fand diese Farbvariante der drei Lokomotiven bei der Verwaltung der Deutschen Reichsbahn in Berlin keinen Beifall. So wurden die Maschinen alsbald wieder in den DR Einheitslack getüncht. Während auf den S-Bahn Linien A und B die E 11 / E 42 in den 1980 -ziger Jahren durch die Baureihe 243 schrittweise abgelöst wurden, erlebten sie auf der Linie C sogar noch die Nachwendezeit.

 

Technische Details:

Anzahl Gesamt: 96
nicht alle Fahrzeuge waren bei der S-Bahn Leipzig eingesetzt
Hersteller: LEW Hennigsdorf
Baujahr(e): 1961–1963, 1970–1976
Ausmusterung: 1990er
Achsformel: Bo’Bo’
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 16.260 mm
Drehzapfenabstand: 7800 mm
Gesamtradstand: 11.300 mm
Dienstmasse: 82,5 t
Radsatzfahrmasse: 20 t
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Stundenleistung: 2920 kW bei 98 km/h
Dauerleistung: 2740 kW bei 104 km/h
Anfahrzugkraft: 216 kN
Leistungskennziffer: 35,4 kW/t
Treibraddurchmesser: 1350 mm
Stromsystem: 15 kV 16⅔ Hz ~
Stromübertragung: Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Antrieb: Tatzlager
Bauart Fahrstufenschalter: Nockenschaltwerk mit Zusatztrafo und Feinschaltwerk

 

Baureihe E 42 / 242

 

Technische Details:

Anzahl Gesamt: 292
nicht alle Fahrzeuge waren bei der S-Bahn Leipzig eingesetzt
Hersteller: LEW
Baujahr(e): 1962–1976
Ausmusterung: ab 1992
Achsformel: Bo’Bo’
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 16.260 mm
Drehzapfenabstand: 7.800 mm
Gesamtradstand: 11.300 mm
Dienstmasse: 82,5 t
Radsatzfahrmasse: 20 t
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Stundenleistung: 2.920 kW bei 72 km/h
Dauerleistung: 2.740 kW bei 76 km/h
Anfahrzugkraft: 245 kN
Leistungskennziffer: 37,3 kW/t
Treibraddurchmesser: 1.350 mm
Stromsystem: 15 kV 16⅔ Hz ~
Stromübertragung: Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Antrieb: Tatzlager
Bauart Fahrstufenschalter: Nockenschaltwerk mit Zusatztrafo und Feinschaltwerk

 

 

 

 

Baureihe 243 / 143

Allgemeines: Text in Arbeit!

 

Technische Details:

Nummerierung:

nach DB Schema

143 001–370 (mit Lücken) 143 551–662 (mit Lücken) 143 801–973
          nicht alle Fahrzeuge waren bei der S-Bahn Leipzig eingesetzt
Anzahl: 646
Hersteller: LEW Hennigsdorf
Baujahr(e): 1982
1984–1991 (Serie)
Ausmusterung: seit 2008
Achsformel: Bo’Bo’
Länge über Puffer: 16.640 mm
Dienstmasse: 82,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Stundenleistung: 3720 kW
Dauerleistung: 3500 kW
Anfahrzugkraft: 240 kN
Treibraddurchmesser: 1250 mm
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Stromübertragung: Oberleitung
Antrieb: LEW-Kegelringfeder
Bauart Fahrstufenschalter: Rundwähler mit Thyristor-Phasenanschnittsteuerung
Bremse: KE-GPR-E mZ, Klotzbremse; E-Bremse, 2200 kW Dauerleistung
Zugsicherung: PZ 80/LZB I 80/I 60 R/PZB 90 V. 1.6

 

Triebwagen

 

 

 

Baureihe 280

Allgemeines:

Im Jahr 1973 entwickelte der Volkseigene Betrieb Lokomotivbau Elektrotechnische Werke Hans Beimler Henningsdorf zwei vierteilige Oberleitungstriebwagen. Diese Fahrzeuge sollten vorangig im S-Bahnverkehr der DDR Bezirksstädte eingesetzt werden. Dem entsprechend waren die Fahrzeuge auch dimensioniert. Aufgrund der im S-Bahn Betrieb geforderten hohen Beschleunigung bzw. Bremsverzögerung hatten die Fahrzeuge Allachsantrieb. Kleinste im Fahrgastbetrieb zulässige Einheit war der Halbzug (4 Wagen) der über den Vollzug (8 Wagen) bis auf einen 12 Wagenzug erweitert werden konnte. Zu Rangierfahrten konnten die Fahrzeuge auch auf einen Viertelzug (2 Wagen) reduziert werden. Pro Wagen gab es auf jeder Seite 2 Türen für den Fahrgastwechsel. Hierbei gab es bedenken ob diese Anzahl für den "straffen" Berufsverkehr ausreichen würde. Die Wagen waren für eine Bahnsteighöhe von 550 mm konzipiert. Um einen Einstieg auch an tiefer liegenden Bahnsteigen zu gewährleisten, hatten die Fahrzeuge zusätzlich unter den Türen eine Trittstufe erhalten. In einem Vierwagenzug konnte sich der Reisende Freizügig bewegen. Die Übergänge zwischen den Wagen waren durch Gummiwülste geschützt. Am 05. Oktober 1973 wurden die ersten Wagen an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert. Es erfolgte ein ausführliches Betriebs und Erprobungsprogramm. Ab April 1975 wurde die Halbzugeinheit 280 005/006-280 008/007 auf der Leipziger S-Bahn Linie B eingesetzt. Diese Linie hatte sowohl kurze als auch lange Haltestellenabstände. Somit konnten weitere Erfahrungen mit dem neuen Zug gesammelt werden. Beheimatet war der Triebzug im Bw Leipzig Hbf. West. Der zweite Halbzug 280 001/002-280 004/003 verblieb vorerst zur Verfügung des RAW Desau und der VES-M Halle. Im täglichen Betrieb gab es immer wieder Probleme mit der Bahnstromversorgung. Durch die hohe Stromaufnahme von 7000 kVA - 14000 kVA kam es häufig zu Einbrüchen in der Fahrdrahtspannung bis unter 11 kV. Die anspruchsvollen hohen Beschleunigungswerte für strammen S-Bahn Betrieb konnten daher nicht ausgefahren und wirtschaftlich genutzt werden. Auch die Infrastruktur der Bahnsteiganlagen war nicht immer Zufriedenstellend. Dadurch konnten die Züge nicht Freizügig eingesetzt werden. Im Jahr1976 sollte die erste Serienbestellung über 50 Halbzüge erfolgen. Diese wurde aus den oben genanten Gründen verschoben und unterblieb letztendlich ganz. Am 27. Dezember 1982 wurden beide Halbzüge z-gestellt. Im Jahr 1983 war die Baureihe 280 auch buchmäßig ausgemustert. Die Entscheidung der Deutschen Reichsbahn zu gunsten Lokbespanter Doppelstockwendezüge im S-Bahnverkehr mag verschiedene Gründe gehabt haben. Eines ist jedoch sicher, die Baureihe 280 hätte den Bezirks S-Bahnverkehr revolutioniert. Ein kleiner Vergleich soll dies verdeutlichen. Zum Beschleunigen standen dem 280 ziger Vollzug 6100 kW Leistung zur Verfügung. Einem Wendezug mit 8 Wagen und einer Lokomotive der Baureihe 243 nur 2700 kW Leistung. Ein Modernes Fahrzeugkonzept hätte die Fahrpläne verändert und zur Personaleinsparung beigetragen. Gerade letzteres Thema war in fast allen Betrieben der DDR ständig auf der Tagesordnung. Die letzten Jahre überlebten die Fahrzeuge als Lager oder Pausenräume an verschiedenen Standorten der Deutschen Reichsbahn bzw. im Braunkohletagebau. Anfang der 1990 ziger Jahre sind alle Fahrzeuge verschrottet worden.

frown

Technische Details:

Nummerierung: 280 001–008
Gattungszeichen: Bmgtre/Bmge/Bmge/Bmgtre
Anzahl: 2 vierteilige Triebzüge
Hersteller: LEW
Baujahr(e): 1973–1974
Achsformel: Bo’Bo’+Bo’Bo’+Bo’Bo’+Bo’Bo’
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Kupplung: 97.300 mm
Höhe: 4.325 mm
Breite: 2.910 mm
Drehzapfenabstand: 17.000 mm
Drehgestellachsstand: 2.500 mm
Leermasse: 192 t
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Stundenleistung: 3.360 kW (bei 74,5 km/h)
Dauerleistung: 3.040 kW (bei 77,5 km/h)
Anfahrzugkraft: 369 kN
Beschleunigung: max. 1,3 m/s²
Raddurchmesser: 850 mm
Stromsystem: ~15 kV, 16 2/3 Hz
Stromübertragung: Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: 16
Antrieb: Tatzlagerantrieb
Steuerung:
mechanisches Schaltwerk +
  Thyristor-Gleichrichter
Sitzplätze: 332
Stehplätze: 474
Fußbodenhöhe: etwa 1.045 mm
Klassen: 2. Klasse

 

 

 

 

Baureihe 772

Allgemeines:

In den 1950 ziger Jahren ließ die Deutsche Reichsbahn  von der Fahrzeugindustrie einen Zweiachsigen Dieselbetriebenen Leichtverbrennungstriebwagen (LVT) mit einem entsprechenden Beiwagen entwickeln. Ziel war, den bestehenden Lokomotivmangel und die Albaufahrzeuge (Wagen) auf den Nebenbahnen zu beseitigen bzw. zu ersetzen. Der Prototyp wurde 1959 auf der Leipziger Herbstmesse dem Publikum vorgestellt. Über viele Jahre war die Ferkeltaxe, so nante sie der Volksmund auf den Nebenbahnen in der DDR ein gewohntes Bild. Zu den wohl spektakulärsten Einsätzen der Fahrzeuge zählten jene vom Bw Leipzig Hbf. Süd. Hier verkehrten auf der Strecke von Leipzig Hauptbahnhof über Lpz. Paunsdorf -> Borsdorf -> Beucha nach Trebsen Fahrzeugeinheiten mit bis zu 6 Trieb - und Beiwagen. In den 1990 ziger Jahren erfuhren viele der Fahrzeuge eine Modernisierung. Dabei wurden neue Fahrmotoren eingebaut sowie die Inneneinrichtung an neue Standarts angepasst. Auf der Leipziger S-Bahn kamen diese Fahrzeuge vom Jahr 2000 - 2002 auf der Linie S 2 (Gaschwitz - Lpz. Plagwitz) zum Einsatz. Dabei handelte es sich um die beiden Triebwagen 772 316 und 772 342. Der Triebwagen 772 342 fuhr sogar in der Verkehrsroten Farbgebung der DB. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 wurde die S 2 auf Grund der niedrigen Fahrgastzahlen eingestellt. Der bis dato kurioseste Fahrzeugeinsatz auf der S-Bahn war somit Geschichte. Das Fahrzeug 772 342 war danach noch eineige Zeit auf dem Museumsgleis des Leipziger Hauptbahnhofs ausgestellt. Er wurde später an privat verkauft.

 

Technische Details:

Hersteller: VEB Waggonbau Bautzen
Baujahr(e): 1957 (Baumuster)
1962–1969 (Serie)
Ausmusterung: bis 2004
Achsformel: 1A
Länge über Kupplung: 13.550 mm
Dienstmasse: 15,6–19,3 t
Radsatzfahrmasse: 11,4–13,6 t
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Indizierte Leistung: Serie: 180 PS = 132 kW
Raddurchmesser: 900 mm
Antrieb: dieselmechanisch/ hydromechanisch
Bremse: K-P+Mg und Zusatzbremse (Triebwagen)
K-P und Zusatzbremse (Steuerwagen)
K-P (Beiwagen)
Sitzplätze: 54

 

 

 

Baureihe 1442

    

Allgemeines:

Die Fahrzeugfrage zum Einsatz im Mitteldeutschen S-Bahn Netz war anfänglich völlig offen. Der Freistaat Sachsen liebäugelte mit dem Doppelstockkonzept. In Sachsen-Anhalt wurde die Meinung des konventionellen Fahrzeugeinsatz vertreten. In Broschüren zum City Tunnel wurden meistens in Computergrafiken Doppelstockzüge gezeigt. Verfestigt wurde dieser Standpunkt in der Broschüre Sächsiche Wege. Hier wurde auf einem Foto die DB Baureihe 445 gezeigt mit dem Zusatz das dieses Fahrzeugkonzept zukünftigt im S-Bahn Netz anwendung finden wird. Diese Baureihe war ein dreiteiliger Doppelstockelektrotriebzug der 1998 von der Deutschen Waggonbau AG, Adtranz und Siemens gebaut worden ist. Im weiteren Verlauf sah es zunächst so aus das der sächsiche Wunsch nach dem Doppelstockkonzept aufgeht. Der Triebzug war lange Zeit im Bw Leipzig HBF.-West stationiert. Nach verschiedenen Testphasen wurde das Fahrzeug aber nicht in den Plandienst der DB übernommen. Auch auf der S-Bahn Leipzig wurde der Triebzug nicht im Fahrgastverkehr eingesetzt. Im Jahr 2006 wurde der Zug zerlegt. Mittlerweile gab es etliche Diskusionen zum Fahrzeugeinsatz. Letztendlich hat sich ein Kompromiskonzept durchgesetzt das in der Baureihe 1442 gefunden wurde. Die Baureihe 1442 (DB 442) muß sowohl den Großstädtischen S-Bahn Anspruch wie auch dem regionalen Bahnverkehr Rechnung tragen. Hierbei erhielten die Fahrzeuge mehr Türen als die Triebzüge des reinen Regionalverkehrs. Aber auch größere Sitzabstände für mehr Beinfreiheit sind hier Standart. Die Einstiegshöhe wurde auf 550 Millimeter festgelegt. Damit entsprechen die Fahrzeuge dem Bahnsteigkonzept. Schiebetritte überbrücken den Abstand zwischen Fahrzeug und Bahnsteig. Da es im Mitteldeutschen S-Bahn Netz noch Bahnsteige gibt, die noch nicht die geforderten 550 mm aufweisen, haben die 1442 jeweils zwei Schiebetritte mit einer Einstiegshöhe von 57 cm sowie 38 cm. Übrigens, die Klimaanlagen im Talent 2 sind von der Firma Liebherr, die Anlagen laufen stabil ohne Ausfall, ach ja mancher Fernzug (ICE) träumt davon. Die Mitteldeutsche S-Bahn besitzt insgesamt 80 Triebwagen vom Typ Talent 2.

Da die meisten Bahnsteige im Mitteldeutschen S-Bahn Netz 140 Meter länge aufweisen, sind folgende Zugkonfigurationen möglich.

Zug                   LüK

3                       56.200                      

4                       72.300

5                       88.400

3 + 3               112.400

4 + 3               128.500

4 + 4               144.600

5 + 3               144.600

 

Legende: 3= dreiteiler, 4= vierteiler, 5= fünfteiler

 

Technische Details:

Anzahl:

Gesamt: 51

Davon: 36 (dreiteilig)

            15 (vierteilig)

Fahrzeugnummern:

1442 100-135 (dreiteiler)

1442 200-214 (vierteiler)

Anzahl:  

(Auslieferung 2016)                        

Gesamt: 29

Davon: 19 (dreiteilig)

            10 (fünfteilig)

Fahrzeugnummern:

1442 160-178  (dreiteiler)

1442 301-310  (fünfteiler)

Hersteller: Bombardier Transportation
Baujahr(e): 2012 ff.
Achsformel: Bo’2’2’Bo’ (Dreiteiler)
Bo’2’Bo’2’Bo’ (Vierteiler)
Bo’2’Bo’2’2’Bo’ (Fünfteiler)
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Längen: 56.200 mm (Dreiteiler)
72.300 mm (Vierteiler)
88.400 mm (Fünfteiler)
Höhe: 4260 mm
Breite: 2925 mm
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Stundenleistung: 2020 kW (Dreiteiler)
3030 kW (Vier / Fünfteiler)
Beschleunigung: 1,1 m/s²
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Stromübertragung: Oberleitung
Stromabnehmer DSA 200
Anzahl der Fahrmotoren: 4 (Dreiteiler)
6 (Vier / Fünfteiler)
Antrieb: elektrisch
Bremse: KB C-el-pn-R-A-E-Mg (D) NBÜ
Zugsicherung: Ebicab 500
Kupplungstyp: Scharfenbergkupplung Typ 10
Sitzplätze: 165–185 (Dreiteiler)
225–250 (Vierteiler)
270–300 (Fünfteiler)
Besonderheiten: Bremsverzögerung: 0,9 m/s²

 

 

 

Wagen

 

Lowa E 5 Durchgangswagen

 

 

Lowa E 5 Steuerwagen

 

Allgemeines:

Die Lowa E5 Wagen wurden 1954 für die Deutsche Reichsbahn entwickelt. Sie besitzen pro Wagenseite jeweils zwei einfache und eine Doppelschiebetüre. Die Fahrzeuge werden auch als Mitteleinstiegswagen bezeichnet. Zunächst wurden diese Fahrzeuge bei der Deutschen Reichsbahn im Reisezugverkehr, auch auf innerdeutschen Strecken wie zum Beispiel nach Köln eingesetzt. Mit der Vorbereitung der Inbetriebnahme der Leipziger Stadtschnellbahn stand auch die Frage der Fahrzeuge auf der Tagesordnung. Da es der DDR Schienenfahrzeugindustrie nicht möglich war in relativ kurzer Zeit entsprechende Oberleitungstriebwagen zu entwickeln, fiel die Entscheidung zu Gunsten der Lowa E5 Wagen. Dazu wurden einige Fahrzeuge als Steuerwagen für den Wendezugbetrieb umgebaut. An den Wagenübergängen wurden die bisherigen Faltenbälge durch Gummiwülste ersetzt. Weiterhin wurde eine akustische und optische Signalanlage für das Schließen der Türen eingebaut. Zudem konnten die Türen des ganzen Zuges Zentral vom Zugführer geschlossen werden. In den Mitteleinstiegsplattformen befanden sich in den Anfangsjahren der S-Bahn Zahlboxen für den Erwerb von Fahrscheinen. Letztendlich erhielten die Fahrzeuge noch einen gefälligen Anstrich in den Leipziger Stadtfarben. Zwar waren es zu beginn des S-Bahn Zeitalters in Leipzig schon gebrauchte Fahrzeuge, aber durch ihre Lackierung und die moderne Kopfform der Steuerwagen, wurden sie von den Fahrgästen sofort akzeptiert. Auch die im inneren belassene Reisewagenzugeinrichtung und zwei Toiletten pro Wagen ließen kaum Wünsche bei solch einem „S-Bahn Standard“ offen. Bei der Leipziger S-Bahn waren insgesamt 40 Lowa E5 Wagen im Einsatz. Acht davon als Steuerwagen. Die letzten Einsätze der Lowa E5 Wagen bei der Leipziger S-Bahn fanden Mitte der 1980 -ziger Jahre auf der Linie C zwischen Leipzig- Plagwitz und Gaschwitz statt.

 

Technische Details: noch teilweise Arbeit!

Hersteller: VEB Waggonbau Bautzen
Baujahr(e): 1954 -
Ausmusterung:  
Achsformel:  
Länge über Kupplung: 23.220 mm
Dienstmasse: 38 t
Höchstgeschwindigkeit:   km/h
Drehgestellachsstand: 2650 mm
Drehzapfenabstand: 15.700 mm
Raddurchmesser:  
Bremse: Druckluftbremse, Typ Hikp 1
 
Sitzplätze: Gesamt: 140, davon 78 Steh und 72 Sitzplätze

 

 

Doppelstockwagen Durchgangswagen

 

  

 

Doppelstockwagen Steuerwagen

 

 

Allgemeines:

Im Jahr 1974 begann im Waggonbau Görlitz die Produktion der Doppelstockeinzelwagen. Bereits 1972 wurden davon zwei Prototypen fertig gestellt. Die Doppelstockeinzelwagen waren die direkten Nachfolger der Doppelstockgliederzüge. Doppelstockgliederzüge waren bei der S-Bahn Leipzig auf der Linie B anzutreffen. Für diese Linie wurden keine Lowa E5 Wagen mehr ertüchtigt. Da nunmehr die Lowa E5 Wagen allmählich nicht mehr den Anforderungen eines modernen Stadtschnellbahnverkehrs Rechnung trugen, entschloss sich die Deutsche Reichsbahn zum Einsatz von modernen Doppelstockeinzelwagen auf der S-Bahn Linie A. Bei der S-Bahn Leipzig tauchten circa 1975 die ersten Doppelstockeinzelwagen auf. Zunächst im herkömmlichen grünen Anstrich der Deutschen Reichsbahn. Ein Standard S-Bahnzug bestand aus drei Mittelwagen oder auch Durchgangswagen genannt, und einem Steuerwagen, sowie der entsprechenden Elektrolokomotive. Neu bei diesen Fahrzeugen war, daß der Türeingangsbereich sich im Unterstock befand. Somit war bei einer Bahnsteighöhe von 550 Millimetern ein Niveau freier Einstieg gegeben. Bis zum Jahr 1985 wurden die Fahrzeuge mit Klotzbremsen ausgeliefert. Ab 1986 wurden alle Neubaufahrzeuge mit Wartungsfreundlichen Scheibenbremsen bestückt. Ab 1979 wurden die Doppelstockeinzelwagen im neuen Nahverkehrsdesign der Deutschen Reichsbahn, beige braun ausgeliefert. Dadurch gab es anfangs auf der Linie A bunt gemischte Züge mit grünen und beige braun Lackierten Wagen. Nach 1990 gab es verschiedene Modernisierungsstufen an den Fahrzeugen. Unter anderem betraf das Umbauten an der Inneneinrichtung wie zum Beispiel neue Polsterung der Fahrgastsitze, Einbau zusätzlicher Fenster im Fahrgastraum, Änderung der Farbgestaltung im Fahrgastraum, Einbau eines 1. Klasse Abteils im Steuerwagen. Sowie neue Kopfformen der Steuerwagen. Ebenfalls erhielten die Wagen eine neue Außenlackierung im Design der neuen DB Nahverkehrsfarben, Pastelltürkis, Minttürkis, Lichtgrau. Ab 1996 wurden die Wagen schrittweise in Verkehrsrot, Lichtgrau umlackiert. Mit der vorübergehenden Einstellung der Linie S1 am 30.04.2011 endete der Einsatz ehemaliger DR Doppelstockeinzelwagen bei der S-Bahn Leipzig.

 

Technische Details: noch teilweise in Arbeit!

Hersteller: VEB Waggonbau Görlitz
Baujahr(e): 1974-1991
Ausmusterung:  
Achsformel:  
Länge über Kupplung: 26.800 mm
Dienstmasse:  t
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Drehgestellachsstand: 2500 mm
Drehzapfenabstand: 19.500 mm
Raddurchmesser: 920 mm
Bremse: Druckluftbremse,
 
Sitzplätze: Gesamt: , davon  Steh und Sitzplätze